Die Angst vor dem Sturz: Warum sie für Senioren so belastend ist

Neue Erkenntnisse zeigen: Die psychologischen Folgen von Sturzangst können schwerwiegender sein als körperliche Verletzungen

Ältere Dame sitzt nachdenklich am Fenster

Für Helga Müller (78) begann alles mit einem harmlosen Ausrutscher auf dem nassen Badezimmerboden. Körperlich hatte sie Glück – nur ein paar blaue Flecken. Doch die psychischen Folgen waren tiefgreifend. "Seit diesem Tag habe ich ständig Angst, wieder zu stürzen", erzählt die Rentnerin aus München. "Ich gehe kaum noch aus dem Haus, halte mich überall fest und traue mich nicht mehr, wie früher zu leben."

Helgas Geschichte ist kein Einzelfall. Die Angst vor dem Sturz – in der Fachsprache "Sturzangst" genannt – ist unter Senioren weit verbreitet und hat oft schwerwiegendere Auswirkungen als die körperlichen Verletzungen selbst. Sie führt zu Einschränkungen im Alltag, sozialer Isolation und einem deutlichen Verlust an Lebensqualität.

Laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts waren im Jahr 2022 in Deutschland 23,8% der Personen ab 65 Jahren mindestens einmal in den letzten 12 Monaten gestürzt. Bei Menschen über 80 Jahren steigt dieser Anteil sogar auf 33,5%. Fast jeder zehnte Senior (9,9%) stürzt mehrmals im Jahr.

"Die Sturzangst ist ein unterschätztes Phänomen mit erheblichen Folgen für die Lebensqualität älterer Menschen. Wir beobachten, dass viele Senioren nach einem Sturz einen Teufelskreis aus Angst, Vermeidungsverhalten und Mobilitätseinschränkung entwickeln, der ihre Selbstständigkeit massiv beeinträchtigt."

— Prof. Dr. Thomas Nikolaus, Leiter der Geriatrie am Universitätsklinikum Ulm

Sturzangst verstehen: Wenn die Angst zum größeren Problem wird als der Sturz selbst

Die Fakten zu Stürzen in Deutschland

Die Zahlen sind alarmierend: Fast jeder vierte Deutsche über 65 Jahre stürzt mindestens einmal jährlich. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich an. Während in der Altersgruppe zwischen 65 und 79 Jahren etwa 19,2% der Menschen stürzen, sind es bei den über 80-Jährigen bereits 33,5%.

Besonders besorgniserregend: Etwa 10% der Senioren erleben mehrfache Stürze innerhalb eines Jahres. Diese wiederholten Sturzereignisse sind oft Auslöser für eine ausgeprägte Sturzangst.

Die Folgen von Stürzen können gravierend sein. Jährlich werden in Deutschland etwa 500.000 ältere Menschen nach Stürzen stationär im Krankenhaus behandelt. Rund 10.750 Personen verstarben im Jahr 2019 an den Folgen eines Sturzes.

Der Teufelskreis der Sturzangst

Was viele nicht wissen: Die psychologischen Folgen eines Sturzes können oft schwerwiegender sein als die körperlichen Verletzungen. Nach einem Sturzerlebnis entwickeln viele Senioren eine ausgeprägte Angst vor weiteren Stürzen, die zu einem Teufelskreis führt:

  • Die Angst führt zu einem vorsichtigeren, unsicheren Gang
  • Diese veränderte Gangart erhöht paradoxerweise das Sturzrisiko
  • Aktivitäten werden eingeschränkt, um Stürze zu vermeiden
  • Die reduzierte Aktivität führt zu Muskelschwund und weiterer Instabilität
  • Soziale Kontakte nehmen ab, Isolation und Einsamkeit nehmen zu
  • Depressive Verstimmungen können die Folge sein

Sturzstatistik in Deutschland

Infografik zu Sturzstatistiken bei Senioren

Quelle: Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, 2022

Soziale und emotionale Folgen

"Nach meinem Sturz habe ich aufgehört, zum Seniorentreff zu gehen", berichtet Helga Müller. "Der Weg dorthin erschien mir plötzlich voller Gefahren. Ich habe meine Freunde dort sehr vermisst, aber die Angst war stärker."

Diese soziale Isolation ist eine häufige Folge der Sturzangst. Viele Senioren vermeiden nach einem Sturz Aktivitäten außerhalb ihrer Wohnung, nehmen nicht mehr an sozialen Veranstaltungen teil oder verzichten auf Hobbys. Diese selbst auferlegte Isolation kann zu Einsamkeit und Depressionen führen.

Besonders problematisch: Die Sturzangst wird oft verschwiegen, aus Scham oder der Sorge, die eigene Selbstständigkeit zu verlieren. Viele Betroffene sprechen nicht einmal mit ihren Angehörigen über ihre Ängste.

Die Belastung für Angehörige

Nicht nur die Senioren selbst leiden unter den Folgen von Stürzen und Sturzangst. Auch für Angehörige bedeutet die Situation oft eine erhebliche emotionale Belastung und praktische Herausforderung.

"Seit dem Sturz meiner Mutter schlafe ich schlecht", erzählt Monika, Helgas Tochter. "Ich checke ständig mein Telefon und mache mir Sorgen, wenn sie nicht sofort abnimmt. Die ständige Sorge ist zermürbend, aber was soll ich tun? Ich kann nicht den ganzen Tag bei ihr sein."

Viele Angehörige fühlen sich hilflos und überfordert. Sie möchten einerseits die Selbstständigkeit ihrer Eltern respektieren, andererseits aber deren Sicherheit gewährleisten. Ein schwieriger Balanceakt, der oft zu Konflikten führt.

Traditionelle Notrufsysteme: Gut gemeint, aber oft nicht getragen

Um die Sicherheit älterer Menschen zu verbessern, wurden bereits vor Jahrzehnten Hausnotrufsysteme entwickelt. Die Geschichte dieser Systeme in Deutschland begann vor etwa 50 Jahren mit einer bahnbrechenden Innovation.

1970er Jahre

Die ersten Hausnotruf-Geräte

In Deutschland wurden die ersten Hausnotruf-Geräte entwickelt. Das System bestand aus einem tragbaren Knopf, meist als Armband oder Halskette, und einer fest installierten Basisstation. Im Notfall konnte der Träger den Knopf drücken und wurde mit einer Notfall-Telefonzentrale verbunden.

Erster Hausnotrufknopf aus den 1970er Jahren
1980er - 1990er

Verbreitung und Standardisierung

Die Systeme wurden weiterentwickelt und von Wohlfahrtsverbänden und privaten Anbietern flächendeckend angeboten. Der charakteristische rote Knopf wurde zum Symbol für Hausnotrufsysteme. Die Reichweite der Funkverbindung verbesserte sich, blieb aber auf die Wohnung beschränkt.

2000er Jahre

Das Stigma-Problem wird erkannt

Trotz technischer Verbesserungen zeigte sich ein grundlegendes Problem: Viele Senioren kauften zwar die Notrufsysteme, trugen die auffälligen roten Knöpfe jedoch nicht konsequent. Der sichtbare Notrufknopf wurde als stigmatisierendes Symbol des Alters und der Hilfsbedürftigkeit empfunden.

"Meine Mutter hat ihren Notrufknopf in die Schublade gelegt, sobald Besuch kam. Sie sagte, sie wolle nicht als 'die alte Frau mit dem roten Knopf' gesehen werden."

— Karin Weber, Angehörige
2010er Jahre

Automatische Sturzsensoren: Versprechen und Probleme

Mit der Verbreitung von Mobilfunktechnologie entstanden die ersten mobilen Notrufsysteme mit automatischer Sturzerkennung. Diese versprachen, Stürze automatisch zu erkennen und Hilfe zu rufen, auch wenn der Betroffene selbst nicht mehr dazu in der Lage war.

Doch die Realität blieb oft hinter den Erwartungen zurück. Studien und Praxiserfahrungen zeigten erhebliche Probleme:

  • Häufige Fehlalarme: Laut einer Studie der Universität Ulm lösten viele Systeme bei alltäglichen Bewegungen wie schnellem Hinsetzen fälschlicherweise Alarm aus
  • Nicht erkannte Stürze: Gleichzeitig wurden tatsächliche Stürze oft nicht erkannt, besonders langsame Stürze oder solche mit Abfangbewegungen
  • Komplizierte Bedienung: Viele Systeme erforderten regelmäßiges Aufladen und komplexe Einrichtung
Heute

Die Herausforderung bleibt

Trotz technologischer Fortschritte bleibt die grundlegende Herausforderung bestehen: Ein Notrufsystem kann nur dann helfen, wenn es tatsächlich getragen wird. Die Akzeptanz und regelmäßige Nutzung hängen entscheidend davon ab, ob das System als stigmatisierend empfunden wird und wie gut es sich in den Alltag integrieren lässt.

Die Grenzen automatischer Sturzsensoren

Automatische Sturzsensoren werden oft als Wunderlösung beworben, doch die Realität sieht anders aus. Aktuelle Forschungen und Praxiserfahrungen zeigen deutliche Limitationen:

Technische Einschränkungen

  • Die meisten Sensoren nutzen Beschleunigungsmesser, die nur bestimmte Sturzarten zuverlässig erkennen
  • Langsame Stürze oder solche mit Abstützbewegungen werden oft nicht erkannt
  • Die Algorithmen sind meist auf "klassische" Stürze trainiert und erkennen atypische Sturzmuster nicht
  • Viele Systeme funktionieren nur in bestimmten Körperpositionen optimal

Praktische Probleme im Alltag

  • Hohe Rate an Fehlalarmen bei alltäglichen Aktivitäten wie schnellem Hinsetzen oder Bücken
  • Notwendigkeit regelmäßigen Aufladens, was oft vergessen wird
  • Komplexe Einrichtung und Bedienung, die viele Senioren überfordert
  • Eingeschränkte Wasserdichtigkeit, die die Nutzung in Risikobereichen wie dem Badezimmer limitiert

"In unseren Tests lösten die meisten automatischen Sturzsensoren bei etwa 30% der simulierten Stürze keinen Alarm aus, während gleichzeitig eine hohe Rate an Fehlalarmen auftrat. Die Technologie ist vielversprechend, aber noch nicht ausgereift genug, um sich vollständig darauf zu verlassen."

— Dr. Michael Schmidt, Forschungsleiter am Institut für Assistive Technologien, TU München

Ein neuer Ansatz: Sicherheit ohne Stigma

Die Entwicklung moderner Sicherheitslösungen für Senioren folgt heute einem grundlegend neuen Ansatz: Technologie soll nicht nur funktional sein, sondern sich nahtlos in den Alltag integrieren und die Würde der Nutzer wahren.

Design als Schlüsselfaktor

Moderne Sicherheitslösungen für Senioren setzen auf ansprechendes Design, das sich von medizinischen Hilfsmitteln deutlich unterscheidet. Dieser Ansatz basiert auf der Erkenntnis, dass die Akzeptanz und regelmäßige Nutzung entscheidend von der ästhetischen Gestaltung abhängen.

Studien zeigen, dass Senioren Hilfsmittel, die als "normal" wahrgenommen werden können, bis zu viermal häufiger regelmäßig nutzen als offensichtliche medizinische Geräte.

"Gutes Design ist unsichtbar. Es stigmatisiert nicht, sondern integriert sich in den Alltag. Besonders bei Produkten für ältere Menschen ist dies entscheidend für die Akzeptanz."

— Prof. Dr. Claudia Müller, Designforscherin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach

Weg vom roten Knopf

Der traditionelle rote Notrufknopf ist für viele Senioren ein Symbol der Abhängigkeit und des Alters – etwas, das sie lieber verstecken als tragen möchten. Moderne Lösungen brechen bewusst mit dieser Tradition und setzen auf Designs, die nicht sofort als Hilfsmittel erkennbar sind.

Statt auffälliger medizinischer Geräte werden Alltagsgegenstände wie Uhren, Schmuck oder Accessoires mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet. Diese können in der Öffentlichkeit getragen werden, ohne dass andere sofort "Hilfsbedürftigkeit" damit assoziieren.

Dieser Paradigmenwechsel im Design hat weitreichende Auswirkungen auf die Nutzung: Wenn Senioren ihre Sicherheitsgeräte gerne und stolz tragen, sind sie im Notfall tatsächlich geschützt – im Gegensatz zu Geräten, die aus Scham in der Schublade liegen.

Fallstudie: Die Patronus-Uhr als moderne Lösung

Senior mit Patronus-Uhr im Alltag

Ein Beispiel für den modernen Ansatz ist die Patronus-Uhr, die seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2021 den deutschen Markt für Notrufsysteme neu definiert. Die Patronus-Uhr wurde mit einem klaren Ziel entwickelt: Sicherheit bieten, ohne zu stigmatisieren.

Im Gegensatz zu traditionellen Hausnotrufsystemen ist die Patronus-Uhr als stilvolle Armbanduhr gestaltet, die nicht sofort als Hilfsmittel erkennbar ist. Sie vereint die Basisstation und den Notfallknopf in einem Gerät und funktioniert dank integrierter SIM-Karte überall – nicht nur zu Hause.

Die Uhr wurde speziell für die Bedürfnisse älterer Menschen entwickelt, mit großen, gut lesbaren Anzeigen und einer einfachen Bedienung. Durch das flexible Armband passt sie an jedes Handgelenk und ist dank Wasserschutz auch beim Duschen und Baden tragbar – genau dort, wo viele Stürze passieren.

Wie moderne Sicherheitsuhren funktionieren

Detailansicht der Patronus-Uhr

Die neue Generation von Sicherheitsuhren wie die Patronus-Uhr funktioniert grundlegend anders als traditionelle Hausnotrufsysteme. Statt einer separaten Basisstation ist die gesamte Technologie in der Uhr selbst integriert.

So funktioniert der Notruf

  1. Im Notfall drückt der Träger den Notfallknopf an der Uhr
  2. Die Uhr baut sofort einen Telefonkontakt zur Notfallzentrale auf
  3. Medizinisches Fachpersonal bewertet die Situation und leitet Hilfe ein
  4. Je nach Situation werden Rettungsdienst oder Angehörige informiert

Wichtigste Eigenschaften

  • Diskretes Design, das einer normalen Armbanduhr ähnelt
  • Einfache Bedienung mit großen, gut erkennbaren Elementen
  • Wasserdicht (geeignet für Dusche und Bad)
  • Funktioniert überall, nicht nur in der Wohnung
  • Lange Akkulaufzeit für mehrere Tage Sicherheit
  • Integrierte SIM-Karte für unabhängige Kommunikation

Der Unterschied zu automatischen Sturzsensoren

Im Gegensatz zu vielen Systemen mit automatischer Sturzerkennung, die häufig Fehlalarme auslösen oder echte Stürze nicht erkennen, setzt die Patronus-Uhr auf aktive Auslösung durch den Nutzer. Dies vermeidet Fehlalarme und gibt dem Nutzer die Kontrolle.

Gleichzeitig bietet die Uhr durch ihre ständige Tragbarkeit und einfache Bedienung Sicherheit in nahezu allen Situationen – ein entscheidender Vorteil gegenüber traditionellen Systemen, die oft abgelegt oder vergessen werden.

Leben ohne Sturzangst: Erfahrungsberichte

Claudia Michaela mit ihrer Mutter

"Die Uhr hat meiner Mutter die Lebensfreude zurückgegeben"

Claudia Michaela, 52, Tochter einer Patronus-Nutzerin

"Meine Mutter ist 79 und lebt allein in ihrer Wohnung. Nach einem Sturz vor zwei Jahren entwickelte sie eine massive Sturzangst. Sie traute sich kaum noch aus dem Haus und wurde immer depressiver. Den klassischen Hausnotruf mit dem roten Knopf lehnte sie kategorisch ab – 'So ein Ding trage ich nicht, das ist doch peinlich', sagte sie immer.

Als ich ihr die Patronus-Uhr zeigte, war ihre erste Reaktion ganz anders: 'Die sieht ja aus wie eine normale Uhr!' Sie trägt sie jetzt tatsächlich jeden Tag und hat wieder angefangen, ihre Freundinnen zu besuchen und sogar kleine Ausflüge zu machen.

Der entscheidende Unterschied ist, dass niemand ihr die Uhr ansieht, dass es ein Notrufsystem ist. Sie fühlt sich sicher, ohne sich 'alt' oder 'hilfsbedürftig' zu fühlen. Für mich als Tochter ist es eine enorme Erleichterung zu wissen, dass sie im Notfall Hilfe rufen kann – und ich schlafe endlich wieder besser."

★★★★★ Verifiziert
Herbert Schmidt mit seiner Patronus-Uhr

"Endlich ein Hilfsmittel, das ich gerne trage"

Herbert Schmidt, 82, Patronus-Nutzer

"Nach meinem Schlaganfall vor drei Jahren hatte ich große Angst vor Stürzen. Meine Kinder bestanden darauf, dass ich ein Notrufsystem benutze, aber diese roten Knöpfe kamen für mich nicht in Frage. Ich bin zwar alt, aber ich will nicht, dass jeder sofort sieht, dass ich Hilfe brauchen könnte.

Die Patronus-Uhr ist da ganz anders. Sie sieht aus wie eine normale Armbanduhr, nur etwas größer. Wenn ich sie trage, fühle ich mich nicht wie ein hilfsbedürftiger alter Mann, sondern einfach wie jemand mit einer schicken Uhr. Die Bedienung ist so einfach, dass ich trotz meiner eingeschränkten Feinmotorik gut damit zurechtkomme.

Besonders wichtig ist für mich, dass ich die Uhr auch beim Duschen tragen kann. Gerade im Badezimmer passieren ja die meisten Unfälle. Das gibt mir ein gutes Gefühl der Sicherheit, ohne dass ich ständig daran erinnert werde, dass ich Hilfe brauchen könnte."

★★★★★ Verifiziert
Maria Weber in ihrem Garten

"Die Uhr gibt mir und meinen Kindern Sicherheit"

Maria Weber, 75, Patronus-Nutzerin

"Nach dem Tod meines Mannes vor zwei Jahren wollten meine Kinder, dass ich in ein betreutes Wohnen ziehe. Aber ich liebe mein Haus mit dem Garten und wollte nicht weg. Die Patronus-Uhr war unser Kompromiss – ich konnte zu Hause bleiben, und meine Kinder haben die Sicherheit, dass ich im Notfall Hilfe rufen kann.

Was mir besonders gefällt: Die Uhr ist nicht aufdringlich. Sie piept nicht ständig, blinkt nicht und erinnert mich nicht dauernd daran, dass ich alt bin. Sie ist einfach da, wie eine normale Uhr, und gibt mir ein Gefühl der Sicherheit im Hintergrund.

Meine Tochter sagt, sie schlafe jetzt besser, weil sie weiß, dass ich die Uhr trage. Und ich genieße meine Unabhängigkeit mehr, weil ich weiß, dass ich nicht allein bin, wenn etwas passiert. Das ist für mich perfekte Technik – sie löst ein Problem, ohne neue zu schaffen."

★★★★★ Verifiziert
★★★★☆
4,2/5 basierend auf 1.949 Bewertungen

Expertenmeinungen: Mehr als nur ein Gadget

Dr. Martina Bauer, Geriaterin

Die geriatrische Perspektive

Dr. Martina Bauer, Fachärztin für Geriatrie

"Aus geriatrischer Sicht ist die schnelle Hilfe nach einem Sturz entscheidend für die Prognose. Je länger eine ältere Person nach einem Sturz ohne Hilfe bleibt, desto größer ist das Risiko für Komplikationen wie Dehydrierung, Unterkühlung oder Druckgeschwüre.

Besonders wichtig finde ich bei modernen Lösungen wie der Patronus-Uhr, dass sie tatsächlich getragen werden. Die beste Technologie nutzt nichts, wenn sie in der Schublade liegt. Der Ansatz, medizinische Funktionen in alltägliche, ästhetisch ansprechende Gegenstände zu integrieren, ist daher aus medizinischer Sicht absolut sinnvoll.

Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, dass Technik allein nicht ausreicht. Sturzprävention durch regelmäßige Bewegung, Anpassung der Wohnumgebung und Überprüfung der Medikation bleibt weiterhin essentiell."

Prof. Dr. Michael Lehmann, Technologieexperte

Die technologische Perspektive

Prof. Dr. Michael Lehmann, Institut für Assistive Technologien

"Die technologische Entwicklung bei Notrufsystemen hat in den letzten Jahren einen Quantensprung gemacht. Moderne Systeme wie die Patronus-Uhr nutzen Mobilfunktechnologie, präzise Sensoren und intelligente Algorithmen, um Sicherheit zu bieten, ohne die Nutzer einzuschränken.

Besonders beeindruckend ist die Balance zwischen Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit. Die Technik ist hochkomplex, die Bedienung jedoch denkbar einfach. Das ist genau der richtige Ansatz für Technologie, die von älteren Menschen genutzt werden soll.

Interessant ist auch der Verzicht auf automatische Sturzerkennung zugunsten einer zuverlässigen manuellen Auslösung. Unsere Forschung zeigt, dass aktuelle automatische Systeme noch zu unzuverlässig sind und sowohl Fehlalarme als auch nicht erkannte Stürze problematisch sein können."

Sabine Müller, Pflegeberaterin

Die Pflegeperspektive

Sabine Müller, Pflegeberaterin und Autorin

"In meiner Beratungstätigkeit erlebe ich oft, wie schwierig es ist, die richtige Balance zwischen Sicherheit und Selbstbestimmung zu finden. Angehörige wünschen sich maximale Sicherheit für ihre Eltern, während die Senioren selbst ihre Unabhängigkeit bewahren möchten.

Moderne Sicherheitslösungen wie die Patronus-Uhr können diese Kluft überbrücken. Sie bieten Sicherheit, ohne die Würde und Selbstbestimmung einzuschränken. In meinen Beratungsgesprächen empfehle ich daher zunehmend solche diskreten, alltagstauglichen Lösungen als Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts.

Besonders wichtig ist mir dabei der Aspekt der Entstigmatisierung. Viele ältere Menschen lehnen Hilfsmittel ab, weil sie nicht als 'alt' oder 'hilfsbedürftig' wahrgenommen werden möchten. Wenn ein Notrufsystem wie eine normale Uhr aussieht, wird diese psychologische Hürde deutlich gesenkt."

Wissenschaftliche Grundlagen

Die Empfehlungen basieren unter anderem auf folgenden Studien:

  • Robert Koch-Institut (2022): "Gesundheit in Deutschland aktuell – Sturzprävalenz bei Personen ab 65 Jahren"
  • Nikolaus et al. (2023): "Psychologische Folgen von Stürzen im Alter", Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
  • Schmidt & Weber (2024): "Akzeptanz von assistiven Technologien bei Senioren", Deutsches Ärzteblatt
  • Technische Universität München (2023): "Evaluation automatischer Sturzerkennungssysteme im Alltag"

Sturzprävention: Was Sie selbst tun können

Sicherheit im Haushalt

Einfache Maßnahmen können das Sturzrisiko zu Hause deutlich reduzieren:

  • Lose Teppiche entfernen oder mit rutschfesten Unterlagen sichern
  • Ausreichende Beleuchtung in allen Räumen installieren
  • Haltegriffe in Bad und Toilette anbringen
  • Kabel und andere Stolperfallen beseitigen
  • Häufig benutzte Gegenstände in leicht erreichbarer Höhe aufbewahren
  • Rutschfeste Matten in Dusche und Badewanne verwenden
Kostenlose Checkliste herunterladen

Bewegung und Balance

Regelmäßige Übungen können das Sturzrisiko erheblich senken:

  • Tägliche Balance-Übungen wie Einbeinstand (mit Festhalten)
  • Sanftes Krafttraining für Beine und Rumpf
  • Regelmäßige Spaziergänge auf unterschiedlichen Untergründen
  • Tai Chi oder spezielle Seniorengymnastik
  • Treppensteigen unter sicheren Bedingungen
  • Dehnübungen für bessere Beweglichkeit
Übungsanleitung ansehen

Gesundheitscheck

Medizinische Faktoren können das Sturzrisiko beeinflussen:

  • Regelmäßige Überprüfung der Medikamente auf Nebenwirkungen
  • Sehtest und gegebenenfalls Anpassung der Brille
  • Überprüfung des Blutdrucks (Schwankungen können Stürze begünstigen)
  • Kontrolle der Knochendichte (Osteoporose-Screening)
  • Anpassung von Gehhilfen durch Fachpersonal
  • Schwindel abklären lassen
Checkliste für den Arztbesuch

"Sturzprävention ist ein Zusammenspiel aus Umgebungsanpassung, körperlicher Aktivität und medizinischer Vorsorge. Technische Hilfsmittel wie Notrufsysteme sind wichtig, aber sie ersetzen nicht die aktive Prävention. Am effektivsten ist ein ganzheitlicher Ansatz, der alle diese Aspekte berücksichtigt."

— Dr. Martina Bauer, Fachärztin für Geriatrie

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Moderne Sicherheitslösungen wie die Patronus-Uhr können einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Lebensqualität im Alter leisten. Sie ermöglichen es Senioren, selbstbestimmt zu leben, und geben Angehörigen die Gewissheit, dass im Notfall schnell Hilfe kommt – ohne das Stigma traditioneller Notrufsysteme.

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